Warum eine gute Verschlüsselung wichtig ist (Teil 4)

Artikel | Veröffentlicht am 10.10.2016
Warum eine gute Verschlüsselung wichtig ist (Teil 4)

Die eigenen Daten zu verschlüsseln ist aus mehreren Gründen eine gute Idee. CTT Knowledge Base hat sich die wichtigsten Szenarien angesehen und zeigt Möglichkeiten, mit denen Sie Ihre wertvollen Daten vor fremden Zugriffen schützen können.

Mit diesem vierteiligen Special zum Thema Verschlüsselung beschäftigen wir uns mit einem heiklen und sehr komplexen Thema. Dabei lautet unser Anspruch nicht, sämtliche technischen Möglichkeiten aufs Genaueste beleuchten zu wollen. Nein, wir wollen Sie vor allem dafür sensibilisieren, damit Sie künftig sorgsamer mit Ihren Daten umgehen.

Daher geben wir Ihnen im ersten Teil einen allgemeinen Überblick, widmen uns im zweiten Kapitel dem Thema Hardware-Verschlüsselung, sehen uns im dritten Teil diverse Software-Tools an, mit denen Sie Daten verschlüsseln können, und beschäftigen uns in diesem abschließenden vierten Teil mit der Frage, wie sich E-Mails sicher und komfortabel verschlüsseln lassen.

Internetdaten und -verbindungen unbedingt verschlüsseln

Jeder digitale Schritt ins Internet ist mit einer potentiellen Gefahr verbunden. Daten können ausspioniert werden, aber auch die Wege, die Anwender zurücklegen, sind ein Risikofaktor, da Hacker sich ganz leicht auf ihre Spur begeben und ihnen auf den Server folgen können, den ein User gerade ansteuert. Daher ist es eine sehr gute Idee, die Verbindung während der Reise durchs weltweite Netz bestmöglich vor Angriffen von außen zu schützen. Das lässt sich mithilfe bestimmter Techniken und Spezialtools erreichen wie beispielsweise mit virtuellen Netzwerkverbindungen auf VPN-Basis.

HTTPS schützt Datenströme vor unbefugten Zugriffen

Mit dem HyperText Transfer Protocol Secure (HTTPS) befindet sich eine Schicht zwischen den Protokollen HTTP und TCP, die für die Verschlüsselung der Verbindungsdaten zuständig ist. Dies geschieht meist per SSL/TLS, einem sehr sicheren Algorithmus, der beispielsweise auch beim Verschlüsseln von Online-Banking-Verbindungen zum Einsatz kommt. Wichtig ist HTTPS auch für Webseitenbetreiber, die ihre Server mithilfe von SSL-Bibliotheken wie OpenSSL für gesicherte Datentransfers fit machen können. Das wird unter anderem für eine positive Bewertung seitens Google dringend empfohlen.

E-Mail-Verschlüsselung leicht gemacht

Jede E-Mail, die den Mailserver verlässt, ist von Hause aus nicht verschlüsselt. Das bedeutet, dass Nachrichten, Bilder und andere Dokumente mit einfachsten Mitteln abgefangen und gelesen bzw. betrachtet werden können. Gerade für spezielle Berufsgruppen wie Anwälte, Ärzte, usf. stellt das grundsätzlich einen Verstoß gegen das Bundesdatenschutzrecht und das Strafgesetzbuch dar. Dabei ist es so einfach, E-Mails verschlüsselt zu versenden und empfangen.

Eine der Möglichkeiten, seine E-Mails abhörsicher zu versenden, stellen beispielsweise die Mail-Dienste der Telekom und der Deutschen Post zur Verfügung, die dank des Einsatzes aktueller Verschlüsselungsverfahren weitestgehende Datensicherheit bieten.

Wer es providerunabhängig haben möchte, sollte auf Software-Tools wie GPGTools (Mac) oder Gpg4win (Windows) zurückgreifen. Allerdings erfordern diese Werkzeuge technisches Know-how, da man etwas wissen sollte von Schlüs-selerzeugung, Schlüsselverwaltung und anderen Dingen.

Wer es sicher und komfortabel mag und monatliche Kosten nicht scheut, kann bestimmte Verschlüsselungsdienste nutzen, die das Versenden und Empfangen von abhörsicheren E-Mails übernehmen. Solch ein Service ist beispielsweise Tutanota der in Hannover ansässigen Firma Tutao, der Microsoft Outlook und andere E-Mail-Programme unterstützt. Und mit iPhone und Tablet funktioniert das Ganze auch.

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