Wann sind hochverfügbare IT-Umgebungen sinnvoll?

Artikel | Veröffentlicht am 16.09.2015
Wann sind hochverfügbare IT-Umgebungen sinnvoll?

Hochverfügbare IT-Systeme garantieren eine fest definierte Ausfallsicherheit, die auf ganz unterschiedlichen Wegen erreicht werden kann. Doch wann ist solch ein komplexes IT-Gesamtsystem überhaupt sinnvoll? CTT Knowledge hat sich typische Einsatzszenarien angesehen und zeigt, wann High Availability angebracht ist.

Hochverfügbarkeit stellt vor allem eines sicher: Dass im Falle eines Hardwaredefekts das IT-System nicht zusammenbricht, sondern die Arbeit möglichst unterbrechungsfrei fortgesetzt werden kann und sämtliche Dienste und Anwendungen weiterhin bereitstehen. Hierfür wurden Verfügbarkeitsklassen eingeführt, wobei man erst ab der Klasse 3 mit einer Verfügbarkeit von 99,9 Prozent von Hochverfügbarkeit spricht. Das kommt einem jährlichen Systemausfall von einigen Stunden gleich. Doch wann ist solch eine Absicherung des IT-Systems überhaupt notwendig? CTT Knowledge Base hat sich typische Einsatzszenarien für hochverfügbare Systeme genauer angesehen.

Grundsätzlich kann man festhalten, dass der Grad der Hochverfügbarkeit mit dem Grad der IT-Komplexität übereinstimmen sollte. So muss eine Firma mit 10 Mitarbeitern anders betrachtet werden als ein Unternehmen, das 100 oder mehr Mitarbeiter beschäftigt. Allerdings lässt sich das nicht in jedem Fall pauschalisieren, denn gerade im Bereich Internet-Commerce sind hochverfügbare Systeme unumgänglich, obwohl die operierenden Firmen recht klein sein können.

Manuelle, normale und unterbrechungsfreie Hochverfügbarkeit

Im Allgemeinen werden drei Arten der Hochverfügbarkeit unterschieden: die manuelle, die normale und die unterbrechungsfreie High Availability (HA). Dabei kommt die manuelle HA für Betriebe infrage, bei denen der Ausfall des Systems nicht augenblicklich geschäftsschädigende Auswirkungen hat. Das gilt in abgeschwächter Form auch für die normale HA, bei der ein automatisch erfolgter Neustart des Systems lediglich eine kurze Unterbrechung bewirkt.

In allen anderen Fällen, in denen eine unterbrechungsfreie Hochverfügbarkeit erforderlich ist, will und wird man den Ausfall der IT-Umgebung nicht spüren, da ein zweites System das ausgefallene nahtlos ersetzt, bis dieses wieder zur Verfügung steht.

Hochverfügbare Systeme orientieren sich am Praxiseinsatz

Arbeiten Unternehmen wie Versicherungen und Finanzdienstleister auf Basis eines internen (Web)Portals, über das die Außendienstmitarbeiter und Filialen mit ihren Kunden kommunizieren und Geschäfte abwickeln, ist eine normale Hochverfügbarkeit von 99,9 Prozent meist ausreichend, da eine kurze Verzögerung im System nicht sofort als geschäftskritisch wahrgenommen wird.

Anders verhält es sich mit externen Internetportalen, die beispielsweise bei Banken und Telekommunikationsfirmen zum Einsatz kommen. In diesem Fall ist eine 99,9-prozentige Hochverfügbarkeit deutlich zu gering. Daher empfiehlt sich in diesen Szenarien eine Hochverfügbarkeit der Klasse 4 (99,99 Prozenz) und höher, sodass im Grunde eine Zero Downtime gewährleistet ist - zum Wohle der Kunden und des Unternehmens.

Unternehmen, die einen Großteil ihrer Geschäfte via E-Mail abwickeln, sind ebenfalls auf hochverfügbare IT-Umgebungen angewiesen, da jede verlorengegangene Mail einen erheblichen Wirtschafts- und Image-Schaden nach sich zieht. Darüber hinaus ist bei solchen Systemen die Datenkonsistenz oberste Pflicht, da nur so gewährleistet werden kann, dass Daten zu keinem Zeitpunkt verloren gehen.

Im Produktionsumfeld achtet man auf die Einhaltung strengster Auflagen, was die Hochverfügbarkeit des gesamten IT-Systems betrifft. Denn oft wird ein Internetsystem für die Kommunikation sowohl mit Kunden als auch mit Lieferanten und Zulieferern genutzt. Hierbei steht vor allem eines im Vordergrund: die hundertprozentige Ausfallsicherheit. Daher werden in diesen Fällen die Daten permanent synchronisiert, sodass bei einem Ausfall der Datenbestand im allernächsten Augenblick 1:1 zur Verfügung steht. Zudem werden in diesem Bereich Server-Cluster mit robusten Load-Balancing-Mechanismen eingesetzt.

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