So funktioniert der Lizenzkonfigurator von Windows Server 2016

Artikel | Veröffentlicht am 17.10.2016
So funktioniert der Lizenzkonfigurator von Windows Server 2016

Mit dem Windows Server 2016 geht Microsoft bei der Lizenzierung neue Wege: Anstatt der Prozessoren werden für die Berechnung die Prozessorkerne zugrundegelegt. Für eine bessere Entscheidungshilfe, welche Lizenz künftig die richtige ist, stellt Microsoft einen Lizenzkonfigurator im Web bereit, dessen Funktionsweise dieser Beitrag erklärt.

Mitte Juli hatten wir bereits darüber berichtet, dass Microsoft die Lizenzregeln für den Windows Server 2016 angepasst hat. Diesen liegen vier Regeln zugrunde:

Regel #1: Jeder physische Serverprozessor (CPU) wird so bewertet, als ob er aus mindestens acht Prozessorkernen besteht - selbst wenn dies nicht der Fall ist.

Regel #2: Jeder physische Server wird so bewertet, als ob er über mindestens 2 Prozessoren, also 16 Kerne, verfügt, selbst wenn das nicht der Fall ist.

Regel #3: Alle physischen und aktiven Prozessorkerne im physikalischen Server müssen unter Berücksichtigung der Regeln 1 und 2 lizenziert werden, damit ein Standard-Server zwei und ein Rechenzentrumsserver (Data Center Edition) unbegrenzte VM-Rechte besitzt.

Regel #4: Soll ein physikalischer Server auf Basis der Standard Edition um zwei weitere VM-Rechte erweitert werden, müssen alle physischen aktiven Prozessorkerne erneut lizenziert werden.

Daraus ergeben sich im Einzelnen folgende Basislizenzen:

  • Windows Server 2016 Standard mit 16 oder 24 Kernen
  • Windows Server 2016 Datacenter mit 16 oder 24 Kernen

Verfügt der zum Einsatz kommende Server über mehr als 16 bzw. 24 Prozessorkerne oder werden durch die Virtualisierung mit der Standard-Edition zusätzliche Kerne nach Regel #4 notwendig, dann benötigt man Zusatzlizenzen für 2, 4 oder 16 CPU-Kerne.

Lizenzen für Windows Server 2016 per Onlinetool evaluieren

Wenn Sie jetzt möglicherweise sagen "Puh, das klingt irgendwie ein bisschen kompliziert", dann haben Sie wohl ganz recht damit. Denn selbst Microsoft hat das eingesehen und stellt aus diesem Grund innerhalb seines Windows Server Kompetenz Club ein passendes Onlinewerkzeug zur Verfügung. Das nennt sich Windows Server 2016 Lizenzkonfigurator und ermöglicht mit wenigen Mausklicks die Auswahl der passenden Lizenz.

Hierfür müssen Sie lediglich die Anzahl der physischen Prozessoren und deren aktive Prozessorkerne auswählen, die gleichzeitig laufenden virtuellen Maschinen (VMs) festlegen, und schon spuckt der Konfigurator die zugrunde liegende Gesamtzahl der vorhandenen CPU-Kerne für Standard- und Datacenter-Edition aus. Dies ist dann die Basis für Ihre Lizenzbestellung für die geplante Windows Server 2016-Installation.

Noch Fragen zur richtigen Windows-Server-2016? Rufen Sie uns an

Sie können den erforderlichen Aufwand aber noch weiter minimieren, indem Sie unsere Serverspezialisten anrufen und mit deren Hilfe die richtige Lizenz evaluieren. CTT Computertechnik hat nämlich alle relevanten Lizenzen von Windows Server 2016 im Programm - und das sogar in der deutsch- und englischsprachigen Version.

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